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16.11.2021

Neues Grün für das Wichernhaus in Altdorf

Großzügige Pflanzenspende von Fielmann an die Rummelsberger Diakonie

Altdorf – „Jedes Kind ist anders, nur darin sind alle gleich“ ist das Motto vom Wichernhaus in Altdorf. Auf dem Gelände der Rummelsberger Diakonie liegen Kita, Schule, Internat und Heilpädagogische Tagesstätte für Kinder mit und ohne Behinderungen dicht beieinander. Auf der Freifläche dazwischen ist jetzt ein barrierefreies Spielgelände zur gemeinsamen Nutzung entstanden. Gemeinsam draußen spielerisch unbeschwert voneinander lernen ist das Ziel. Die neugestaltete Freifläche wurde jetzt mit 19 Bäumen und mehr als 110 Sträuchern bepflanzt.

Der Garten bietet zukünftig neue Möglichkeiten der individuellen Entfaltung, fördert die Bewegung und regt zum Entdecken an. Erwiesener Maßen beruhigt eine grüne Umgebung auch das Auge. Das Außengelände wird zukünftig in das Beschäftigungs- und Förderangebot mit einbezogen. „Fielmann war von unserer Idee begeistert und unterstützt uns gerne mit dieser grünen Spende“, so Diakon Thomas Jacoby. Die Bäume und Sträucher sind nicht nur ein optischer Hingucker sondern bieten Insekten, Vögeln und Kleinlebewesen Nahrung und Unterschlupf.

Am Montag, den 15. November haben Roxana-Maria Cantea und Marc Städele, beide Fielmann-Niederlassungsleitungen in Nürnberg, gemeinsam die ökologische Spende symbolisch an den Diakon Thomas Jacoby übergeben. Marc Städele erklärt: „Wir pflanzen Bäume nicht für uns, wir pflanzen Bäume für nachkommende Generationen. Und so hoffen wir, dass alle an diesem Grün viel Freude haben werden.“

Wie in Altdorf engagiert sich Fielmann bereits seit Jahrzehnten im Umwelt- und Naturschutz. Das Unternehmen pflanzt für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum, bis heute mehr als 1,6 Millionen Bäume und Sträucher. Bereits 2014 gab es eine gemeinsame Pflanzung mit der Rummelsberger Diakonie in Schwarzenbruck. Roxana-Maria Cantea: „Der Baum ist Symbol des Lebens, Naturschutz eine Investition in die Zukunft.“


Von: Martina Fryba

Marc Städele, Diakon Thomas Jakoby, Leiter des Wichernhauses in Altdorf, Katja Ros, Leiterin der heilpädagogischen Tagesstätte und Roxana-Maria Cantea, bei der symbolischen Baumübergabe.

15.10.2021

Bayerische First Lady bei der Rummelsberger Diakonie

Karin Baumüller-Söder hat den Therapiehof Leila der Rummelsberger Diakonie in Altdorf besucht und sich über die Arbeit mit Menschen mit Behinderung informiert.

Altdorf – Die bayerische First Lady Karin Baumüller-Söder hat den Therapiehof Leila der Rummelsberger Diakonie in Altdorf besucht und dabei die Bedeutung therapeutischer Arbeit mit Pferden betont. Karin Baumüller-Söder ist selbst jahrzehntelang turniererfahrene Springreiterin und Schirmherrin der berittenen Einheiten der Bayerischen Polizei.

Der Therapiehof gehört zum Wichernhaus Altdorf, in dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit körperlichen Behinderungen begleitet werden. „Wir freuen uns, Sie auf unserem Therapiehof begrüßen zu dürfen und betrachten es als Auszeichnung für die wertvolle und qualifizierte Arbeit unserer Mitarbeiter*innen und Therapiepferde“, sagte Diakon Thomas Jacoby, Leiter des Wichernhauses zur Begrüßung.

Karin Baumüller-Söder war begeistert von der Arbeit am Therapiehof Leila: „Die Rummelsberger Diakonie leistet täglich für viele Menschen mit Behinderung in unserem Land großartige Arbeit, auch hier in Altdorf. Pferde sind wunderbare und sehr einfühlsame Wesen. Sie spüren sofort, wenn Menschen besondere Bedürfnisse haben. Therapiereiten ist ein einzigartiger Ansatz, der Empathie, Gleichgewichtssinn und Bewegung gleichermaßen fordert und fördert. Wie wertvoll diese Therapie für Menschen mit Behinderung ist, konnte man heute wieder sehr eindrucksvoll sehen.“

Am Therapiehof Leila arbeiten fünf Mitarbeiter*innen im Therapeutischen Reiten mit vier eigenen Therapiepferden, außerdem werden geeignete Privatpferde in der Therapie eingesetzt. Unterstützt werden vor allem Schüler*innen und Bewohner*innen des Wichernhauses. Das Angebot können aber auch Menschen mit Behinderung nutzen, die nicht im Wichernhaus begleitet werden. Das Therapeutische Reiten versteht sich als Oberbegriff für den ganzheitlichen, fördernden und heilenden Einsatz eines speziell ausgebildeten Pferdes in der Therapie. „Die Pferde nehmen uns so an, wie wir sind. Ihnen ist es egal, wie wir aussehen oder in welcher körperlichen Verfassung wir sind“, erklärte Leiterin Sandra Uhl die positive Wirkung der Therapie. Vor allem Rollstuhlfahrer*innen erleben die Welt aus einer völlig anderen Perspektive, wenn sie vom Pferd getragen werden.

Insgesamt nutzen 45 Klient*innen das Therapeutische Reiten am Hof in Röthenbach bei Altdorf. Einer von ihnen ist Benno Bauer. Er ist 8 Jahre alt und besucht die Schule des Wichernhauses. Benno fährt im Rollstuhl und ist beatmet. Alle zwei Wochen besucht er den Hof. „Benno freut sich immer riesig auf die Therapiestunde. Die Zeit auf dem Pferd hilft ihm, sich selbstwirksam zu erleben und vermittelt ihm Lebensfreude“, lobte Bennos Mutter Sandra Bauer. Ein weiterer begeisterter Reiter ist Titus. Mit Benno und Titus sowie den Pferden Wio und Rupert zeigten die Therapeutinnen Sandra Uhl und Rita Lang der bayerischen First Lady Karin Baumüller-Söder, wie eine Therapiestunde abläuft. „Wir achten darauf, dass der Gleichgewichtssinn der Klient*innen gefördert wird und sie Spaß auf dem Pferderücken haben“, erklärte Rita Lang.

Gerade hat der Therapiehof Leila allerdings Nachwuchssorgen bei den vierbeinigen Kolleg*innen. Da sich ein Pferd bei einem Ausritt verletzt hat, sucht das Team nach einem neuen Therapiepferd. „Das neue Pferd muss einen guten Charakter haben, belastbar und ausgeglichen sein“, informierte Sandra Uhl. Die Tiere leben in einem artgerechten Offenstall.

Wollen Sie die Arbeit der Rummelsberger Diakonie am Therapiehof Leila unterstützen? Dann können Sie mit einer direkten Spende helfen oder auch ganz gezielt für eine Therapiestunde eines Kindes, Jugendlichen oder Erwachsenen spenden. Eine Therapiestunde kostet 60 Euro pro Einheit. Die Versorgung eines Therapiepferdes kostet rund 250 Euro monatlich und für die Anschaffung des neuen Therapiepferdes belaufen sich die Kosten auf ca. 7.000 Euro bis 10.000 Euro.

Spendenkonto:
Rummelsberger Diakonie e.V.
Evangelische Bank eG
IBAN: DE47 5206 0410 0202 5010 15
BIC: GENODEF1EK
Stichwort: Spende Therapiehof Leila
oder bequem Online:
http://www.rummelsberger-diakonie.de/spende-leila


Von: Heike Reinhold

Karin Baumüller-Söder auf dem Weg zum Therapeutischen Reiten mit Benno und Pferd Rupert auf dem Therapiehof Leila der Rummelsberger Diakonie in Altdorf. Foto: Timm Schamberger

Karin Baumüller-Söder mit den Verantwortlichen der Rummelsberger Diakonie bei ihrem Besuch des Therapiehofs Leila in Altdorf. Foto: Timm Schamberger